Die Computertomograpie (CT, Mehrzeilen-CT, MSCT, Volumen-CT) ist ein sehr detailgenaues Untersuchungsverfahren, mit dem Bilder ausgedehnter Körperabschnitte in nur wenigen Sekunden erzeugt werden können. Dabei wird die jeweilige Körperpartie in hauchdünnen Einzelschichten abgebildet und diese werden jeweils separat analysiert. Die Computertomographie basiert auf dem Einsatz von Röntgenstrahlen und bewirkt eine gewisse Strahlenbelastung. Moderne Techniken und Software reduzieren die Strahlenbelastung auf ein Minimum. Um aussagekräftigere Bilder zu erhalten, ist es bei manchen Fragestellungen nötig, ein Kontrastmittel zu nutzen. Dieses wird dem Patienten entweder gespritzt oder vorher zu trinken gegeben.

An jedem der drei Standorte des RVZ steht ein Mehrzeilen-CT für Untersuchungen zur Verfügung.

Damit Sie schon im Vorfeld wissen, wie eine CT-Untersuchung in unserer Praxis abläuft, haben wir nachfolgend einige Informationen zusammengestellt. Bei weiteren Fragen oder Unsicherheiten stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung; sprechen Sie gerne unser Team vor Ort an.

Untersuchungsspektrum:

  • CT Kopf / Hals
  • CT Brustraum (Thorax)
  • CT Bauchraum (Abdomen)
  • CT Becken
  • CT Gelenke (auch als direkte Arthrographie)
  • CT Knochen / Gesamtskelett
  • CT Wirbelsäule
  • CT Blutgefäße (Angiographien)

Spezialuntersuchungen:

  • CT Myelographie (Rückenmarkskanal)
  • CT Arthrographie
  • CT zur Punktionssteuerung und Infiltrationen

Nach welchem Prinzip funktioniert eine CT?
Der Patient befindet sich auf einer beweglichen Liege, die sich langsam durch die ringförmige Öffnung des Geräts bewegt. Währenddessen kreist eine Röntgenröhre innerhalb des Ringes um den zu untersuchenden Körperbereich des Patienten. Dadurch ergibt sich ein spiralförmiges Durchdringen des Körpers durch ein Röntgenstrahlbündel, das auf der Gegenseite mittels hochauflösenden Detektoren aufgefangen, gemessen und analysiert wird. Aus diesen Daten kann ein sehr feinstrukturiertes, dreidimensionales Modell des Körpers errechnet werden.

 

Wie läuft eine CT-Untersuchung ab?
Bei der Anmeldung in unserer Praxis erhält der Patient je einen Informations- und Anamnesebogen. Danach nimmt er im ausgewiesenen Wartebereich Platz und füllt dort bereits den Anamnesebogen aus. Wenn unser Mitarbeiter den Patienten zur Untersuchung aufruft, schaut er sich den Anamnesebogen an und spricht ggf. noch einzelne Punkte zusammen mit dem Patienten durch. Aus diesem Gespräch ergeben sich häufig noch wichtige Hinweise, die es uns ermöglichen, besser auf die jeweiligen Beschwerden des Patienten eingehen zu können.

Je nach Untersuchung entkleidet der Patient den zu untersuchenden Körperbereich und legt sich nach Anweisung unseres Mitarbeiters auf die Untersuchungsliege. Diese Liege bewegt sich anschließend langsam automatisch durch den Ring des CT-Gerätes. Die eigentliche Untersuchungsdauer beträgt je nach Körperpartie, die untersucht werden soll, 10 – 100 Sekunden. Während der Untersuchung ist es wichtig, dass der Patient ruhig und entspannt liegt, Bewegungen vermeidet, gleichmäßig atmet und die Anweisungen unserer Mitarbeiter befolgt.

Bei Untersuchungen des Körperstammes, der Blutgefäße und des Gehirns bedarf es häufig einer Kontrastmitteleinspritzung über die Vene. Dafür wird dem Patienten vor der Untersuchung ein Venenzugang aus Kunststoff gelegt. Das Kontrastmittel wird meist während der Aufnahmen injiziert.
Insbesondere bei Untersuchungen der Bauch- oder Beckenorgane ist es zur besseren Erkennbarkeit der Darmabschnitte in einigen Fällen ebenfalls notwendig Kontrastmittel einzusetzen. Dazu wird dem Patienten ca. ein halber Liter Kontrastmittel gereicht, welchen er in einem Zeitraum von 15 – 45 Minuten vor der Untersuchung trinkt.

Nach der Untersuchung wird dem Patienten eine CD mit den Aufnahmen ausgehändigt. Der Befundbericht wird innerhalb weniger Tage zum überweisenden Arzt geschickt.

 

Kontraindikationen: Bei wem verbietet sich eine CT-Untersuchung?
Bei Schwangeren

 

Ist eine Kontrastmittelgabe gefährlich?
Das Einspritzen von Kontrastmitteln in die Venen ist aufgrund der guten Kontrastmittelqualität heute kaum noch ein Problem. Kontrastmittel haben chemisch gesehen immer einen jodhaltigen Komplex und müssen gut wasserlöslich sein. Grundsätzlich können aber CT-Kontrastmittel ein breiteres Nebenwirkungsspektrum als MRT-Kontrastmittel aufweisen, beispielsweise

  • mit Auswirkungen auf das Schilddrüsensystem bei verdeckter oder offensichtlicher Überfunktion
  • mit Beeinträchtigung der Nierenfunktion bei massiver Vorschädigung
  • als Allergene mit allergischen Allgemeinreaktionen

Gibt es Einschränkungen bei dieser Untersuchung?
Lediglich die Kontrastmittelgabe in die Vene stellt eine Einschränkung für den Patienten dar. Das Trinken des Kontrastmittels ist unproblematisch. Die eigentliche CT-Untersuchung hat keinerlei Einschränkung.

 

Besonderheiten der CT-Untersuchung im Vergleich zur MRT-Untersuchung:

  • Die Untersuchungszeiten bei einer CT sind sehr schnell (10 – 100 Sekunden). Die CT ist daher ein sehr robustes Verfahren und wenig anfällig gegenüber Bewegungen (Husten, Atem, Herzschlag, Darmbewegung, …).
  • Die Öffnung des CT-Geräts ist eher ein Ring und kein Tunnel, dadurch tritt Platzangst beim Patienten weniger häufig auf.
  • CT-Untersuchungen sind sehr detailgenau mit einer minimalen Schichtdicke von bis zu 0,6 mm.
  • Der Körper kann in kurzer Zeit großvolumig abgebildet werden (Ganzkörper-CT).

Zur Untersuchung mitzubringende Unterlagen:

  • Überweisungsschein
  • Vorbefunde / Voraufnahmen
  • Bei Untersuchungen mit Kontrastmittel: Aktuelle Blutwerte, insbesondere Nierenfunktionswert (Kreatinin) und Schilddrüsenwert (TSH)

 

Scroll to Top