Die Magnetresonanztomographie, kurz MRT, ist heute eines der wichtigsten bildgebenden Verfahren in der Medizin. Bei dieser Untersuchung werden mithilfe von starken Magnetfeldern Bilder des Körpers erzeugt. Fast alle Körperabschnitte und Organe können damit untersucht und viele Spezialfragen beantwortet werden – mit dem besonderen Vorteil, keiner Strahlenbelastung ausgesetzt zu sein.

Und doch ist es nicht jedermanns Sache sich in die „Röhre” hinein zu legen oder die dabei entstehenden lauten Klopfgeräusche zu ertragen.

Eine Alternative: Die offene MRT

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Die Magnetresonanztomographie, kurz MRT, ist heute eines der wichtigsten bildgebenden Verfahren in der Medizin. Bei dieser Untersuchung werden mithilfe von starken Magnetfeldern Bilder des Körpers erzeugt. Fast alle Körperabschnitte und Organe können damit untersucht und viele Spezialfragen beantwortet werden – mit dem besonderen Vorteil, keiner Strahlenbelastung ausgesetzt zu sein.

Und doch es ist nicht jedermanns Sache sich in die „Röhre” hinein zu legen oder die dabei entstehenden lauten Klopfgeräusche zu ertragen.

Eine Alternative: Die offene MRT

An unserem Standort Minden besteht ab August 2021 die Möglichkeit, MRT-Untersuchungen in einem Gerät mit offener Bauweise (sogenannte offene MRT; Open MRT bzw. Open MRI) durchführen zu lassen.

Vorteile:

  • Äußerst leise Klopfgeräusche, keine Lärmbelästigung
  • Offene Bauweise mit Rundum-Blick, keine Röhre
  • Gut geeignet für Kinder
  • Gut geeignet für Menschen mit kräftigem Körperbau
  • Begleitperson im MRT-Raum möglich
  • Hoher Liegekomfort

Insbesondere für Patienten mit Platzangst, Einschränkungen oder kräftigem Körperbau ist die Untersuchung in einem herkömmlichen MRT oft nicht oder nur schwer möglich und mit starkem Unbehagen verbunden. Die offene Bauweise unseres neuen Geräts bietet dem Patienten mehr Platz und ermöglicht einen nahezu vollständigen Rundum-Blick aus dem Gerät heraus. Die extra breite Liege bietet zusätzlichen Komfort. Aufgrund der geringen Geräuschkulisse ist zudem kein Gehörschutz während der Untersuchung notwendig.

Die Untersuchung im offenen MRT stellt keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen dar. Daher ist die Inanspruchnahme einer Diagnostik am offenem Kernspintomographen ein Angebot, welches sich ausschließlich an gesetzlich krankenversicherte Patienten als Selbstzahler und privat versicherte Patienten richtet.

Untersuchungsspektrum – Welche Körperregionen können am offenen MRT untersucht werden?

  • Halswirbelsäule (HWS)
  • Brustwirbelsäule (BWS)
  • Lendenwirbelsäule (LWS)
  • Schulter
  • Ellenbogen
  • Hand / Handgelenk
  • Hüften
  • Becken
  • Abdomen
  • Thoraxwand
  • Axilla
  • Schädel nur bei Adipositas, nicht bei Platzangst (oder nur nach vorheriger Besprechung/Sichtung)

Untersuchungen des Bauchraums, der Prostata und der Brust sind leider nicht im offenen MRT möglich. Diese Untersuchungen werden ausschließlich im herkömmlichen MRT durchgeführt. Bei Platzangst besteht hier jedoch die Möglichkeit einer medikamentösen Beruhigung. Sprechen Sie uns diesbezüglich gerne persönlich an.

Nach welchem Prinzip funktioniert eine MRT?

Sie arbeitet auf der Basis von Radiowellen, die der Körper in einem schwingenden Magnetfeld aussendet. Dabei werden die kleinen Magnetfelder der Wasserstoffatomkerne im Körper durch Radiowellen (im UKW-Bereich) in Schwingung versetzt und senden ihrerseits ein kleines Radiowellensignal aus. Die zu untersuchende Körperregion wird mit Empfangsantennen umhüllt, damit die Radiowellen, die der Körper unter der Magnetstimulation aussendet, empfangen, analysiert und zu Bildinformationen verarbeitet werden können.

Wie läuft eine MRT-Untersuchung ab?

Bei der Anmeldung in unserer Praxis erhält der Patient je einen Informations- und Anamnesebogen. Danach nimmt er im ausgewiesenen Wartebereich Platz und füllt dort bereits den Anamnesebogen aus. Wenn unser Mitarbeiter den Patienten zur Untersuchung aufruft, schaut er sich den Anamnesebogen an, befragt ihn zu möglichen Gegenanzeigen und spricht ggf. noch einzelne Punkte zusammen mit dem Patienten durch. Aus diesem Gespräch ergeben sich häufig noch wichtige Hinweise, die es uns ermöglichen, die Untersuchung entsprechend der Beschwerden des Patienten zu gestalten.

Vor der Untersuchung müssen alle metallischen und elektronischen Gegenstände an Kleidung und Körper abgelegt werden; dazu gehören Münzen, Schlüssel, Schmuck, Brillen, (Zahn-)Prothesen, Hörgeräte, Uhren, Scheck- und Chipkarten, Handys etc. Einer weiteren speziellen Vorbereitung bedarf es in der Regel nicht.

Je nach Untersuchung entkleidet der Patient den zu untersuchenden Körperbereich und legt sich nach Anweisung unseres Mitarbeiters auf die Untersuchungsliege. Das zu untersuchende Organ wird mit einer Antenne umhüllt. Der Patient wird mit dem entsprechenden Körperabschnitt in die Mitte des Geräts liegend eingeschoben. Anschließend werden die Radiowellensignale in Abschnitten (sogenannten Sequenzen) von einigen Minuten erzeugt und aufgenommen. Während der Untersuchung ist es wichtig, dass der Patient ruhig und entspannt liegt, Bewegungen vermeidet, gleichmäßig atmet und die Anweisungen unserer Mitarbeiter befolgt. Die meisten Untersuchungen dauern zwischen 10 und 20 Minuten.

Für einige Untersuchungen (z.B. Kopf, Gelenke, Blutgefäße, …) ist die Gabe eines Kontrastmittels notwendig (s.u.). Dieses ergibt sich aus der Fragestellung. In diesem Fall wird ein Venenzugang vor der Untersuchung gelegt.

Nach der Untersuchung wird dem Patienten eine CD mit den Aufnahmen ausgehändigt. Der Befundbericht wird innerhalb weniger Tage zum überweisenden Arzt geschickt.

Platzangst? – Nein danke!

Der Patient liegt bei einer offenen MRT nicht in einem Tunnel (der sogenannten „Röhre“), sondern in einem U-förmigen Magneten, der zu den Seiten offen ist. Insbesondere für Patienten mit Platzangst (Klaustrophobie) ist die Untersuchung so wesentlich angenehmer als in geschlossenen Geräten und dadurch häufig auch nur in dieser Form durchführbar. Auch für stark übergewichtige Personen oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen ist die offene MRT oft besser geeignet.

Weitere Vorteile

Ein offenes MRT-Gerät bietet mehr Liegekomfort als eine geschlossene Röhre. Das macht es für den Patienten einfacher, still liegen zu bleiben. Mit den so erzielten, unverwackelten Aufnahmen kann der Arzt leichter eine Diagnose stellen. Das Gleiche gilt für die Untersuchung von schwierig gelegenen Körperteilen, wie Schulter oder Ellenbogen, die im offenen MRT während der Untersuchung oft stabiler und zugleich komfortabler gelagert werden können.
Gerade für kleine Patienten kann eine MRT mit großer Anspannung einhergehen, insbesondere wenn sie die Wirkungsweise eines solchen Gerätes noch nicht erfassen können. Bei einem offenen MRT können Eltern ihrem Kind während der Untersuchung beistehen und bleiben mit ihm in Sicht- und Körperkontakt. Gleiches gilt für ältere und körperlich eingeschränkte Personen.

Kontraindikationen – Bei wem verbietet sich eine MRT-Untersuchung?

  • Bei Trägern von den meisten Herzschrittmachern und Defibrillatoren, LVAD-Systemen, Cochlea-Implantaten, implantierten Insulinpumpen, bestimmten Ventrikelshunts, Neurostimulatoren (TENS), Schwellkörperimplantaten, Blasenschrittmachern und magnetisch fixiertem Zahnersatz
  • Bei Metallsplittern in kritischer Lokalisation: im Auge, im Gehirn, intrathorakal bzw. gefäßnah. Dieses muss aber im Einzelfall geklärt werden in einem Gespräch mit dem Radiologen.
  • In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft

Welche Implantate stellen kein Problem für die Kernspintomographie dar?

  • Event-Recorder: Sie sollten jedoch vor dem Scan vom Kardiologen ausgelesen werden, da eine Löschung gespeicherter Daten nicht auszuschließen ist. Bestätigung vom Kardiologen und Gerätepass sind mitzubringen.
  • Herzklappenprothesen (bis auf die ganz frühen Devices)
  • Die meisten intravaskulären Stents (nur in den ersten 3 Tagen nach Einsatz nicht)
  • MitraClips, Schirmchen (Okkluder) in Herzscheidewand bzw. Vorhofohr: Implantatausweis ist mitzubringen.
  • Gelenkprothesen, Knochennägel, -platten, -schrauben o.ä., die älter als 6 Wochen sind
  • Aneurysmaclips, Gefäßprothesen, Ventrikelshunts
  • Intrauterinpessar („Spirale”)
  • Piercings müssen für die Untersuchung abgelegt werden können.
  • Ausgedehnte Tätowierungen

Ist eine Kontrastmittelgabe gefährlich?

Für bestimmte Untersuchungen (z.B. Kopf, Bauch, Brust, Becken, Gelenke, Blutgefäße) wird ein Gadolinium-haltiges Kontrastmittel in die Vene eingespritzt. Dieses ist in der Regel unbedenklich – lediglich bei Patienten, die dialysiert werden (künstliche Niere), ist eine gewisse Vorsicht geboten. Für Schwangere und stillende Mütter ist das Kontrastmittel grundsätzlich verträglich. Äußerst selten kommt es zu einer allergischen Hautreaktion. Ist dieses aus früheren Untersuchungen bekannt, kann ein Prophylaxemittel, ein Schutzmedikament, vorweg gespritzt werden.

Welche Unterlagen muss man zur Untersuchung mitbringen?

  • Überweisungsschein
  • Vorbefunde / Voraufnahmen falls vorhanden

Welchen Zeitaufwand muss der Patient bedenken?

Anmeldung, Vorbereitung, Befragung, Untersuchung und Gespräch mit dem Arzt brauchen eine gewisse Zeit. Die Liegezeit im Kernspintomographen beträgt 10 – 20 Minuten, je nach Untersuchung. Daher rechnet man mit circa ein bis eineinhalb Stunden Aufenthalt in unserem Haus.

Ist man nach der Untersuchung fahrtüchtig?

Ja! Nur im seltenen Fall, dass ein Schutzmedikament gegen Kontrastmittelreaktionen gespritzt werden muss, sollte der Patient sich abholen lassen.

Werden die Kosten für eine offene MRT von der Krankenkasse übernommen?

Die Kostenübernahme einer MRT-Untersuchung im offenen MRT ist abhängig davon, ob ein Patient privat oder gesetzlich versichert ist. Diese Behandlungsmethode steht trotzdem nicht nur Patienten einer Privatpraxis zur Verfügung:

  • Offene MRT für Kassenpatienten:
    Da die Untersuchung im offenen MRT keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen darstellt, können Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse diese Untersuchung nur als Selbstzahler in Anspruch nehmen. Das bedeutet, dass sie im Vorfeld über die Untersuchungs-/Behandlungskosten aufgeklärt werden und im Anschluss eine Rechnung erhalten. Gegebenenfalls ist eine (anteilige) Kostenerstattung durch die Krankenkasse möglich; dies ist vom Patienten jedoch individuell mit seiner Krankenkasse abzuklären.
  • Offene MRT für Privatpatienten:
    Je nach Krankenkasse und gewähltem Tarif werden die Kosten für ein offenes MRT mit der Versicherung abgerechnet. Der Patient muss die Kosten in der Regel nicht selbst zahlen.
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