
Früherkennung von Lungenkrebs für Risikopatienten – weil Früherkennung Leben retten kann.
Ab April 2026 wird die Lungenkrebsfrüherkennung für aktive und ehemalige starke Raucher/innen zwischen 50 und 75 Jahren als neue Leistung der gesetzlichen Krankenkassen eingeführt.
Lungenkrebs gehört zu den vier häufigsten Krebsarten in Deutschland – und ist gleichzeitig der tödlichste. Der entscheidende Grund: Im Frühstadium verursacht er kaum Beschwerden. Genau dann, wenn noch keine Symptome spürbar sind, sind die Heilungschancen am größten. Ein Screening kann diesen entscheidenden Vorsprung bringen.
Das Programm richtet sich gezielt an Personen mit erhöhtem Risiko. Ca. 90 % aller Lungenkrebs-Patienten sind (ehemalige) Raucher ab dem 50. Lebensjahr. Das Screening hilft genau dieser Risikogruppe, die Erkrankung rechtzeitig zu erkennen.
Wenn alle folgenden Punkte auf Sie zutreffen, sind Sie zur Teilnahme am Lungenkrebsscreening berechtigt:
- 🗓️ Alter: Sie sind zwischen 50 und 75 Jahre alt.
- 🚬 Rauchstatus: Sie sind aktive/r Raucher/in oder haben vor weniger als 10 Jahren aufgehört.
- 📊 Intensität: Sie gelten als starke/r Raucher/in (mindestens 25 Jahre mit einem Konsum von 15 Packungsjahren).
- Ihr Gesundheitszustand lässt eine Teilnahme an der Lungenkrebs-Früherkennung zu.
Packungsjahre sind ein Maß für die Intensität des Rauchens über die Lebenszeit.
Die Formel ist einfach:
Tägliche Zigaretten ÷ 20 × Raucherjahre = Packungsjahre
Beispiel:
Wer 15 Zigaretten täglich über 24 Jahre geraucht hat, kommt auf 18 Packungsjahre.
15 ÷ 20 × 24 = 18 Packungsjahre
Für die Teilnahme am Lungenkrebsscreening werden mindestens 15 Packungsjahre und eine Rauchdauer von mindestens 25 Jahren vorausgesetzt.
Das Lungenkrebsscreening ist ein Angebot der gesetzlichen Krankenversicherung – die Kosten übernimmt Ihre Krankenkasse. Erfüllen Sie die Kriterien, haben Sie grundsätzlich alle 12 Monate die Möglichkeit, eine Niedrigdosis-Computertomographie zur Früherkennung von Lungenkrebs in Anspruch zu nehmen.
Sprechen Sie Ihre/n Hausärztin/Hausarzt an!
Qualifizierte Hausärzte, Internisten und Arbeitsmediziner dürfen Patienten zum Lungenkrebsscreening schicken.
Schritt 1: Sie sprechen Ihren Arzt an
Ihr Hausarzt, Internist oder Arbeitsmediziner ist Ihr erster Ansprechpartner. Er befragt Sie zu Ihrem Zigarettenkonsum und beurteilt Ihren Gesundheitszustand. Sind die Voraussetzungen zur Teilnahme am Lungenkrebsscreening gegeben, erhalten Sie eine Überweisung an die Radiologie.
Schritt 2: Terminvereinbarung
Mit dieser Überweisung vereinbaren Sie einen Termin zum Lungenkrebsscreening bei einer radiologischen Praxis, z.B. dem RVZ, telefonisch unter der Hotline 0800 5010505.
Schritt 3: Untersuchung
Bei uns im RVZ wird eine Niedrigdosis-Computertomographie (Low-Dose-CT, LDCT) durchgeführt.
Bei dieser Untersuchung werden mithilfe von Röntgenstrahlen Schnittbilder der Lunge erstellt. Sie findet im Liegen statt, dauert nur etwa 1 Minute, ist schmerzfrei und mit einer nur sehr geringen Strahlenbelastung verbunden.
Schritt 4: Befundung
Die Radiologin oder der Radiologe beurteilt die erstellten Bilder und prüft sie auf Auffälligkeiten.
Auffällige Befunde werden durch eine weitere Spezialistin oder einen Spezialisten begutachtet.
Das Ergebnis der Untersuchung wird Ihnen innerhalb 14 Tagen mitgeteilt.
Schritt 5: Nächste Untersuchung in einem Jahr oder weitere Abklärung
Ist alles in Ordnung, können Sie die Untersuchung - bis zu Ihrem 75. Lebensjahr - einmal jährlich erneut in Anspruch nehmen.
Besteht eine Unklarheit, werden Sie entweder zu einem Kontrolltermin in 3-6 Monaten aufgefordert oder es wird Ihnen empfohlen, sich im Lungenkrebszentrum zur Abklärung oder Behandlung vorzustellen.
Im RVZ haben aktuell 7 Fachärzte die Q2-Zusatzqualifikation von der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) zur Lungenkrebsfrüherkennung mit Niedrigdosis-Computertomographie. Sie sind für die komplexe Analyse der Untersuchungsbilder geschult und werten diese mit ihrer Erfahrung und unter Zuhilfenahme einer KI aus.
Wenn Sie eine Überweisung zum Lungenkrebsscreening von Ihrem für das Screening qualifizierten Hausarzt vorliegen haben, rufen Sie uns gerne an zur Terminvereinbarung unter der Hotline 0800 5010505.
Allgemeinmedizinische oder internistische Praxen, die sich an der Lungenkrebsfrüherkennung beteiligen:
- Infos folgen zeitnah
Bitte beachten Sie, dass wir keine Gewähr auf Vollständigkeit dieser Liste geben können; sie soll Ihnen als Patient nur als Hilfestellung dienen, wie Sie Zugang zu dem Programm erhalten können. Sprechen Sie am besten zuerst Ihre/n Hausärztin/Hausarzt an, ob sie/er zur Teilnahme am Lungenkrebsscreening qualifiziert ist.
- Möglichst frühe Diagnose = bessere Therapiechancen
- Reduzierung der Sterblichkeitsrate
- Strukturierter Ablauf und Unterstützung durch KI = erhöhte Befundqualität
„Lungenkrebs ist die häufigste krebsbedingte Todesursache in Deutschland. Wenn Lungenkrebs im sehr frühen Stadium entdeckt wird, kann er oft noch durch relativ kleine Eingriffe entfernt werden. Die Früherkennung ist ein entscheidender Faktor, um die Überlebensrate zu erhöhen.“, betont Dr. Thomas Geibel, Ärztlicher Leiter des RVZ sowie Facharzt für Radiologie und Strahlentherapie.





